PAVE Digitale Baudokumentation, Aufgaben- und Mängelmanagement
Digitalisierung im Bau

PAVE gibt Einblicke in die digitale Praxis @ bayerischen Bauindustrieverband

Über den Dächern Münchens kommen im Blauen Saal im Haus der Bayerischen Bauindustrie regelmäßig die wichtigsten Köpfe der Bauwirtschaft zusammen. Diesmal war Pave als Gastreferent zum Thema Digitalisierung mit dabei. In der gut zweistündigen Sitzung waren sich am Ende alle einig: Beim Thema Digitalisierung muss sich in der Bauindustrie etwas ändern – und zwar schnell.


Digitalisierung im Bau


Pave Mitgründer und Geschäftsführer Dr.-Ing. Patrick Christ zeigte in seinem Vortrag konkrete und sofort umsetzbare Möglichkeiten auf, wie Unternehmen ohne viel Aufwand von bestehender Technologie profitieren können. Denn wenn die Bauwirtschaft jetzt verschläft sich auf digitale Prozesse und damit das beste Werkzeug einzulassen, wird es vielen Unternehmen vermutlich nicht anders ergehen als Schlecker, Quelle, und Co. im Einzelhandel. Für anstehende Entscheidungen sollten daher folgende fünf Punkte bedacht werden:

  • Software muss einfach und intuitiv sein um Wert zu stiften.

Nur wenn Software auch von den Nutzern akzeptiert und eingesetzt wird, kann man davon profitieren. Viel zu häufig wird auf Software gesetzt, die zwar alle Prozesse bis ins Detail abbildet, dadurch aber hochkomplex wird. Um schnell einzelne Prozesse zu digitalisieren und strukturieren sollte daher auf einfache und intuitive Bedienung geachtet werden.

  • Software ist deutlich flexibler als früher

Moderne Software läuft heute in der Cloud und erfordert dadurch keine kostspieligen Ausgaben für eigene Server, IT Wartung oder teure Updates. Der Einsatz von Software für Unternehmen ist damit deutlich flexibler und unkomplizierter geworden. Zudem ist es durch die gestiegene Flexibilität für Unternehmen deutlich leichter Software ohne Risiko in einem Projekt probeweise zu testen.

  • Vorsicht bei der Entscheidung für ein einziges Ökosystem

Etablierte Software Anbieter versuchen Kunden in ein Ökosystem an Software zu bewegen, das nur intern kompatibel ist. Wer sich bereits darüber ärgert, dass einige private Programme zwar auf Windows funktionieren, auf dem neuen Apple Geräten aber nicht mehr, der sollte sich genau überlegen welche Programme das Richtige sind. Denn einmal für ein gesamtes Ökosystem entschieden, wird der Wechsel sehr aufwendig.

  • Informationen als Wettbewerbsvorteil

Bei der Anschaffung von Software gibt es eine entscheidende Frage zu beantworten. Erleichtert mir die Software meine Prozesse? Ist diese Frage mit Ja beantwortet, kann man sich guten Gewissens für eine Einführung entscheiden. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass durch den Einsatz von digitalen Produkten auch wertvolle Informationen für künftige Entscheidungen entstehen. Denn durch einfache Analyse der digitalen Daten lässt sich beispielsweise schnell sagen welche Baumängel am häufigsten auftreten und unnötige Kosten vermieden werden können.

Im Anschluss an den Impulsvortrag und einer lebhaften Diskussion zu den angesprochenen Themen, hatten die Teilnehmer um Vizepräsident Norbert Peine die Möglichkeit Pave im Foyer selbst im Einsatz zu testen.


Der Bayrische Bauindustrieverband unterstütz Pave die Bauindustrie zu digitalsieren


Der offene Umgang und Austausch zwischen digitalen Akteuren wie Pave und etablierten Spielern im Industrieverband zeigt: Etablierte Unternehmen öffnen sich langsam für das Thema Digitalisierung. Nun ist es an der Zeit für die Bauwirtschaft über das reine Informieren hinauszugehen und Prozesse Schritt für Schritt zu digitalisieren.

Denn genau wie Softwareentwicklungsprozesse heute im Wochen statt Jahren ablaufen, muss auch die Bauwirtschaft in einen Modus des Ausprobierens kommen. Mit digitalen Wettbewerbern wie Katerra, Procore und Co. in den Startlöchern, ist schlicht keine Zeit mehr für jahrelange Evaluierungen und längliche Lastenhefte. Um weiter Wettbewerbsfähig zu sein heißt es agile Prozesse aufzusetzen und moderne Software nutzen.

 

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